FACHREZENSIONEN
 autoren 2004
Die Autoren der "Goldstickerei" - Buchbände: Karl Rettenbacher (+2009), Franziska Rettenbacher und Georg Rettenbacher am 24.09.2004 in München
Goldstickerei. Ein Bilder- und Werkbuch "I. Goldhauben und verwandte Trachtenhauben" 
 Gold I    Buchumschlag
"Nach über 40-jähriger eigener Tätigkeit 'mit Nadel und Faden', in diesem Fall mit Goldfaden, schrieb Franziska Rettenbacher mit Unterstützung ihres Mannes und ihres Sohnes das vorliegende Bändchen über die alte Kunst der Goldhaubenherstellung. Seit sie es als Kind von ihrer Mutter gelernt hatte, hatte die Autorin die verschiedensten Zeugnisse schon aus Begeisterung für ihre eigene Stickarbeit gesammelt, hatte sich in diese uralte Kunst der Her­stellung traditionellen Kopfbedeckungen vertieft und schließlich aus dem reichen Bild- und Mustermaterial für das vorliegende Buch schöpfen können.
Goldhauben als kostbarer Bestandteil der Tracht für die wohlhabenden Bür­gerinnen und Bäuerinnen in Oberösterreich und Niederbayern hatten in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts ihren endgültigen Siegeszug angetreten und ließen schließlich die beiden Typen der Linzer und der Passauer Haube entstehen. Die sorgfältige und langwierige Kunst der Herstellung etwa der eingangs abgebildeten Passauer Goldhaube von 1850 kann man ermessen, wenn man die Bilder im Kapitel über die 'Ausführung der Gold- und Perlen­stickerei für die Trachtenhauben' ansieht – wie aus einem kreisrunden Drahtgestell (Abb. 117) die Grundform der Passauer Goldhaube (Abb. 120 und Abb. 134) wird, die ganz ähnlich auch in Deggendorf getragen wurde, ist noch die Arbeit einer Woche.
Betrachtet man aber allein die sorgfältige Perlenstickerei auf dem schwarzen Tüllband für eine Halbgoldhaube (Abb. 128), so wird ersichtlich, wie viele Monate auch an einer vergleichsweise einfachen Haube gearbeitet werden muß. Franziska Rettenbacher schreibt schon im Vorwort, dass die Goldsti­ckerei für sie immer 'Malen mit Nadel und Faden' war, dass sie schon in frühen Jahren Muster entwarf und sich der Metall- und Perlenstickerei zu­wandte. Das ganz spezifische Geräusch, das die Metallfäden beim Sticken verursachen, mag einen Teil der Faszination ausmachen – jüngst war dies nachzuvollziehen in einem französischen Spielfilm über eine Perlstickerin.
Der Phantasie beim Entwerfen der die Haube zierenden Muster waren keine Grenzen gesetzt – so zeigt eine Deggendorfer Haube um 1840/50 (Abb. 94) im Mittelteil reiche Blatt- und Blumenmotive, während den Rand die bayeri­schen Rauten zieren. Lebensbaummotive, Tiere, vor allem Vögel, fortlau­fende Muster wie Wellen, Blätter und immer wieder Sonnenmotive zieren auch heute noch die modernen Hauben.
Die schwarzen Perlhauben mit Goldstickerei aus der Passauer Gegend und dem unteren Inntal wirken allein schon durch den Kontrast der Farben, wa­ren aber durch ihre zunehmende Größe und die zum Sticken verwendeten langen Glasstäbchen überaus schwergewichtig. Befestigt wurden die Hauben mit langen Silbernadeln, von denen schöne Beispiel im Buch abgebildet sind (Abb. 10 und 11).
Zur Haube gehört die Tracht mit Tuch – ein sehr schöner 'Wiener Schal' von 1840 aus Ering am Inn (Abb. 21) gibt einen hervorragenden Eindruck von der Farbenpracht – und die ebenfalls bestickte Tasche. Die historischen Ausnahmen, die die Familie Rettenbacher zusammengestellt hat, zeigen die Zeitlosigkeit dieser kostbaren Trachten und besonders die der bestechenden Goldhauben.
Das vorliegende Buch ist nicht nur für den volkskundlich Interessierten von großer Aussagekraft, sondern ebenso für diejenigen, die sich auch heute noch dieser alten Kunst widmen möchten oder einfach mehr darüber erfah­ren wollen.“
Gabriele Greindl in: Zeitschrift für bayerische Landesgeschichte, Heft 2, Band 69, 2006 (Sonderdruck)
"Nicht jede Goldhaubenfrau hat ihre Goldhaube selbst gestickt und selbst je­ne, die mehrere Hundert Stunden mit Nadel und Faden fleißig waren, wissen deshalb noch lange nicht alles, was es rund um Goldhaube (sic!) und deren Herstellung zu wissen gibt. (…)
Franziska, Karl und Georg R. Rettenbacher haben ein querformatiges Buch unter dem Titel 'Goldstickerei. Ein Bilder- und Werkbuch' herausgebracht, das auf 140 Seiten tatsächlich für jeden Neues bietet. In einer riesen Aus­wahl von teilweise recht ansprechenden Großaufnahmen von historischen Goldhauben sollen Stickmustermotive zur Nachahmung anregen, wird (auf Dutzend Fotos) erläutert, wie eine Goldhaube entsteht, welches Material Verwendung findet, welche Ziermaterialien, Pailletten, Stickperlen oder Fo­lien sich zur Verarbeitung anbieten.
Zu dieser recht verständigen Anleitung zur Fertigung einer Goldhaube kommt eine ebenso detailreiche für Halbgoldhauben, Perlhauben sowie zu einem Mädchenhäubchen und einem bestickten Trachtenbeutel. Nicht genug damit, den Motiven und Mustern wird auch historisch nachgespürt.
Erfreulicherweise folgt diesem Hauptteil ein (…) wertvoller Abschnitt: etliche Seiten bieten ein Glossar, Literaturhinweise, nennen Adressen von interes­santen Beratungsstellen, Einrichtungen von Vereinen, Museen und Samm­lungen und schließlich Internetadressen, die sich mit Tracht und Goldhauben befassen. (…)
Dieses Buch darf eigentlich in keinem Haushalt fehlen, in dem eine Gold-, Tüll- oder Perlhaube geschätzt und getragen wird.“
Andrea Euler in: Goldhaube, Kopftuch, Haube und Hut. Mitteilungen für OÖ. Goldhauben- und Kopftuchgruppen, H. 3, 2004
"Wir dürfen uns ein summa jahrzehntelanger Pflege von Metall- und Goldsti­ckerei erwarten (...). Die sinnreichsten Worte könnten nicht den Blick auf die tätigen Hände der Meisterin ersetzen. Das jahrzehntelange pädagogische Wirken der Trachtenberaterin in Niederbayern – und darüber hinaus – ist in diesem Buch in dauerhafte Form gebracht.
Der technischen Darlegung sind einleitende Kapitel über die Geschichte der Goldhauben vorangestellt. Herkunft, Entwicklung und Verbreitung der Hauben werden umrissen, eine Einbettung in die Entwicklung der Tracht wird geboten und die Goldhaube im Rahmen der aktuellen Trachtenpflege wird behandelt. (...)
Hilfreich ist darüber hinaus eine Zusammenstellung von Ansprechpartnern und Adressen, auch einiger mit Erläuterungen versehener Internetadressen. Ein Glossar führt die verwendeten fachspezifischen Begriffe auf. (...) Es ist ein Buch aus der Praxis für die Praxis. (...)
Uns liegt kein Andachtsbuch vor, sondern ein Werkbuch, auf das wohl lange, vielleicht über Generationen hinweg, zurückgegriffen werden wird.“
Martin Ortmeier in: Ostbayerische Grenzmarken, Passauer Jahrbuch für Geschichte, Kunst und Volkskunde, Band XLV, Oktober 2003
"Das Buch dokumentiert die fast vom Aussterben bedrohte Kunst des Gold­stickens in einzigartiger Weise. Wissenschaftlich fundiert, reich bebildert und anschaulich beschrieben, vermittelt das (…) professionell entstandene Buch detaillierte Einblicke in die Goldstickerei. Der umfangreiche Anhang (…) macht das Werk unverzichtbar für alle, die sich mit der Goldstickerei befassen wollen.“
Imme Oldenburg in: PNP-Online, Aktueller Buchtipp, Anfang Mai 2003
"[N]icht nur die Stickerei, sondern die ganze Fertigung der Hauben, die der Stickerei vorangeht, sie begleitet und abschließt, wird dargelegt. Schnitt- und Musterzeichnungen von Franziska Rettenbachers Hand begleiten die Erläuterungen, außerdem eine große Zahl von Photographien, die Karl Retten­bacher von den Arbeitsschritten angefertigt hat. (…)
Das Buch ist ein 'Werkbuch'. (…) Das fadengebundene Querformat hat auf dem Nähtisch Platz neben der Näh- und Stickarbeit, die das eigentliche Ziel des Buches ist, es bleibt 'brav' aufgeschlagen liegen und bietet übersichtliche Darstellungen der Arbeitsschritte in Zeichnung, Lichtbild und Wort.“
Martin Ortmeier in: Bistumsblatt, 17. März 2003
Der Wert des Buches liegt in der Anleitung zum Selbermachen. Fotos und Muster im praktischen Querformat geben die Anleitungen, die Freude an einer so diffizilen Arbeit muss ein jeder selber mitbringen. Schritt für Schritt wird gezeigt, wie eine Goldhaube entsteht, dabei fehlen auch nicht die not­wendigen Maß-, Mengen- und Preisangaben. Empfehlenswert.“
Horst Paul Heller in: Heimatglocken. Bücher für den Heimatfreund, 17. Januar 2003
"Franziska Rettenbacher ist (…) die Fachfrau für Goldhauben schlechthin. (…) Wer eine Haube sticken möchte, findet im Buch eine Fülle von Fotos und Zeichnungen, eine wahre Fundgrube für den Entwurf eigener Muster. Eine Fundgrube für Anfänger und Könner.“
Anna Knon in: Bayerisches Landwirtschaftliches Wochenblatt, 5. Oktober 2002
"Für handwerklich Begabte, für gewollte Nachahmer, für grundsätzlich an der Tracht Interessierte und für all jene, denen das Können früherer Tage für heutige Zwecke ein Bedürfnis ist, kann das Buch nur empfohlen werden.“
Anton Hötzelsperger in: Heimat- u. Trachtenbote, 1. Oktober 2002
"Infobuch: Sticken mit Gold so geht's. (…) Eineinhalb Jahre Sammel-, Sortier- und Formulierarbeit stecken in den 148 Seiten mit rund 160 Ab­bildungen.“
Christine Pierach, in: Passauer Neue Presse, 9. September 2002
"Der größte Teil des Buchs (..) ist der Trachtenpflege im 20. Jahrhundert und der aktuellen Situation der Goldhauben gewidmet ganz im Sinn der Aufgabe F. Rettenbachers als einer öffentlich bestellten Beraterin, Geschich­te mit der Gegenwart zu verbinden.
Ihre historische Forschung und ihre einzigartige Kenntnis der Motive und Muster, die beim Sticken von Goldhauben verwendet wurden, machen den Wert des Buchs aus: Es vermittelt Wissen über das behandelte Objekt und regt gleichzeitig an, selbst tätig zu werden.
Die ausführliche Bebilderung, klar formulierte Arbeitsanleitungen und immer wieder auftauchende 'Tipps' zur Fertigung lassen erwarten, dass das Wissen zur Herstellung von Goldhauben auch weiterhin für viele Interessierte ver­fügbar sein wird.“
Martin Wölzmüller in: Schönere Heimat – Erbe und Auftrag, Heft 3, September 2002
"Ein Buch, das Lust auf alte Kunstform macht.“
Holger Becker in: Blickpunkt Wochenblatt, 14. August 2002
"[Das Buch] dokumentiert eine fast vom Aussterben bedrohte alte Kunst in einzigartiger Art und Weise.(…) Die darin vorzufindende Verknüpfung von Theorie und Praxis – allein 30 Seiten sind dem praktischen Nacharbeiten ei­ner Goldhaube in Wort und Bild gewidmet – ist einmalig.“
Rudolf Vierlinger in: Simbacher Anzeiger, 1. Juni 2002
"Durch Franziska Rettenbacher hat die Goldhaube als traditioneller Bestand­teil der Festtagstracht (…) eine Renaissance erlebt. Die Goldstickerei ist ein wertvolles Kulturgut und durch dieses Buch wird es an die Nachwelt weiter­gegeben (…).“
Cornelia Schmid in: Passauer Neue Presse, 22. Mai 2002
"Ihr Buch hat mich außerordentlich gefreut und ich denke, dass es auf viel Interesse stoßen wird.“
Hildegard Dellefant, Niederalteich, Trachtenberaterin für den Bereich nördlich der Donau und Bayerischer Wald, 7. Mai 2002 per Brief
"Aus der historischen Einführung, die die soziale Entwicklung nicht ausblen­det, kann man viele wertvolle Informationen beziehen. Sie gibt sozusagen den notwendigen kostümgeschichtlichen Rahmen ab für die nachfolgende Aufbereitung. Schön, wichtig und richtig ist die reichhaltige Illustration, die auch viele Details zeigt.

Besonders stark ist der 'praktische Teil', der den Wissenschaftler in die Schranken aller grauen Theorie verweist und zeigt, dass 'Machen und Aus­probieren' außer der Freude an der Tätigkeit und am Gegenstand ansonsten keiner umständlichen programmatischen Erklärung bedarf.

'Trachttragen in der heutigen Zeit' wird aus Ihrem Munde glaubwürdig, weil Ihre Überzeugung aus den Zeilen klingt, obwohl – oder vielleicht gerade weil – Sie die Veränderungen aus der jüngeren Vergangenheit und Gegen­wart einzuordnen und zu interpretieren wissen.

Ich bin beeindruckt! (...) Ein lehrreiches und gleichermaßen interessantes Buch. Sie haben sich eines vernachlässigten Themas mit großem Engage­ment und ebenso großer Kenntnis angenommen.“
Max Seefelder, Landshut, Bezirksheimatpfleger Niederbayern, 2. Mai 2002 per Brief
"Das reich bebilderte Buch ist die erste Arbeit auf diesem Gebiet überhaupt und enthält genaue Arbeitsanleitungen und Angaben zum Material.“
Heimat- u. Trachtenbote, Zeitschrift des Bayerischen Trachtenverbandes, 15. April2002
"Es handelt sich nicht nur um eine optisch sehr ansprechende, sondern auch inhaltlich fundierte Darstellung.“
Walter Hartinger, Passau, Lehrstuhl für Volkskunde an der Uni Passau, 8. April 2002 per Brief 
 Franziska Rettenbacher Bundesverdienstkreuz 2009
Der bayerische Wissenschaftsminister Dr. Wolfgang Heubisch überreicht das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland am 27. 07 2009 in München an Franziska Rettenbacher
 
Goldstickerei. Ein Bilder- und Werkbuch "II. Riegelhauben, Kranl, Schmuck und Taschen"
 
Gold II  Buchumschlag
"Dieses umfangreiche und vielbebilderte Nachschlagewerk für alle, die sich u. a. eingehender über die hohe Kunst des Goldstickens fortbilden, aber auch allgemeine Hinweise und Verhaltensmaßregeln über das Tragen der Tracht nachlesen wollen, ist ein weiteres Kleinod in der Reihe der Fachbü­cher, welche für unsere Arbeit wichtig ist.“
Anneliese Weinzierl in: Heimat- und Trachtenbote vom 1. Mai 2006
"Ein Druckwerk der besonderen Art ´Hauben', 'zeitgemäßes Tragen der Tracht', 'Gold-, Silber- und Perlstickerei in der Praxis'.
Aber auch interessante Hinweise zu Selbstanfertigung von verschiedenem Trachtenbeiwerk sind in diesem 368 Seiten umfassenden reich illustrierten Druckwerk zu finden. (…) Begeisterung für dieses Druckwerk“.
Fritz Hagendorf in: Mitteilungsblatt des Landesverbandes der Heimat und Trachtenvereinigungen OÖ vom Dezember 2005
„Kursleiterin Franziska Rettenbacher – sie ist unter anderem Leiterin der Trachtenberatungsstelle des Bezirks Niederbayern – ist nicht nur eine Kön­nerin mit der Stricknadel, sondern hat soeben ihr zweites Werkbuch zum Thema Goldstickerei veröffentlicht“.
in: Braunauer Rundschau vom 20. Dezember 2005
Die Liebe zur Tracht in einem Buch verewigt
"Allein Register und bibliographische Daten, Glossar, Bildbeschreibungen, Aufzählungen der Literatur oder Fußnotenverzeichnis zeigen die akribische Feinarbeit auf. (…) Viele Hintergründe zu Geschichte, Brauchtum oder Material erfahren die Leser, die Bilder sind eine Bereicherung für die ver­ständlichen Texte. Zudem ist es ein Heimatbuch (…).
'Aus der Vergangenheit lernen, für die Praxis anwenden – Formen, Zeichen und Motive und die Kraft des Glaubens' ist etwa das Kapitel mit Musterbei­spielen beschrieben. Mustertücher, Besatz für ein Kleid, Riegelhauben, Mieder oder Taschen werden bei den 'ersten Schritten zum eigenen Werk' genauer beschrieben. Otto Dufter, Vorsitzender des Bayerischen Trachten­verbands, meint, dass dieses Buch jeder Trachtler besitzen sollte.“
Christina Schmid in: Passauer Neue Presse vom 26. Oktober 2005
"Ein außergewöhnliches Werk mit außergewöhnlicher Fachlichkeit', lobte Bezirksbäuerin Annemarie Hecker das Buch (…). Auf 368 Seiten informieren die Rettenbachers über die verschiedenen Kopftrachten, ihre Geschichte und Fertigung. Illustriert ist das Buch mit 300 Bildern.“
in: Passauer Neue Presse vom 12. Oktober 2005
"Das neue Buch (…) würdigte sie [Bezirksbäuerin Annemarie Hecker] als 'wahre Fundgrube'. Es gäbe nicht nur einen historisch fundierten Einblick in die Geschichte der Goldstickerei, es sei obendrein so gut gemacht, dass es viele zum Nachsticken anrege.
Als wertvolles Nachschlagewerk wertete auch Bernd Walter, Gauvorsitzender des Trachtengaus Niederbayern und stellvertretender Vorsitzender des Baye­rischen Trachtengaus, das Buch. 'Kaufen kann man solche Riegel- und Gold­hauben fast nicht.' Zu aufwendig und teuer sei die Stickerei. Jetzt wünsche er sich, dass Frauen zusammenträfen und anfingen zu sticken.
Das Buch empfiehlt sich (..) nicht nur für jene, die selbst ans Werk gehen wollen, sondern für all, die sich etwas näher mit der Geschichte rund um Tracht und Brauchtum beschäftigen wollen.“
Michael Sterr in: Straubinger Tagblatt/Landshuter Zeitung vom 11. Oktober 2005
 OHG Gesellschafter 20140702 ganzklein
Die beiden Autoren der "Goldstickerei" - Bände bei einem Treffen mit dem Geschäftsführer der Rettenbacher Handels GmbH (rechts) am 26.06.2014 in Simbach am Inn
 
 
Goldstickerei. Ein Bilder- und Werkbuch "III. Bestickte und verzierte Mieder"
 
 Gold III  Buchumschlag

 

"Alle guten Dinge sind drei! Im wahrsten Sinne des Wortes ist das dritte Handarbeitsbuch gut. Nach „Goldhauben und verwandte Trachtenhauben“ und „Riegelhauben, Kranl, Schmuck und Taschen“ kommt nun „Bestickte und verzierte Mieder“.

Mit großer Sorgfalt in Text und Bildmaterial werden unzählige antike Mieder vorgestellt und zusammen mit neuen, nach alten Vorbildern gestalteten Miedern präsentiert. (...)

Das Buch in seinem ansprechenden Querformat – es erinnert ein wenig an die Poesiebüchlein der Biedermeierzeit – gehört in jeden Bücherschrank eines Trachtenbegeisterten.

Der einzige Mangel: es hätte vor 40 Jahren erscheinen müssen, um dem falschen „Miedertrend“ des Allgäus, wo vielerorts das Mieder ohne Miederstecker getragen wird, vorzubeugen (..). Doch leider gibt es auch heute noch unbelehrbare Schneiderinnen und somit bleibt diese Miederverirrung weiterhin präsent."

Jürgen Hohl | Trachtenberater für Oberschwaben, Allgäu, Bodensee und Preisträger des Deutschen Trachtenverbandes 2014 aus Eggmannsried / Baden-Württemberg am 10. März 2014 

"Vor kurzem erschien im GuTverlag unter dem Titel ,,Bestickte und verzierte Mieder" der dritte Band der Reihe ,,Goldstickerei. Ein Bilder- und Werkbuch". Vorausgegangen waren die Bände ,,Goldhauben und verwandte Trachtenhauben" (2002) und ,,Riegelhauben, Kranl, Schmuck und Taschen"(2005). Hatten sich diese früheren Bände vor allem den verschiedenen Arten der weiblichen Kopfbedeckung gewidmet, befasst sich der vorliegende Band folgerichtig mit der zur Riegelhaube gehörigen Miedertracht: ,,Denn dieses Stück Gwand - das seit alters her bei beiden Geschlechtern auch immer ein wenig die Sinne verwirrt - tritt nicht ausschließlich, aber oft im Ensemble zusammen mit eben jener noblen Frauenkopftracht auf." (S. 8)

An der Dreiteilung des zweiten Bandes hält die Autorin Franziska Rettenbacher auch im dritten Band fest. Das erste Kapitel widmet sich der ,,Entwicklung des Mieders von der Vergangenheit bis heute" (S. 10ff.). Neben den historischen Entwicklungsstufen von der Schnürbrust bis zum Steppmieder werden auch die zugehörigen Kleidungsstücke (etwa Schalk, Hauptentuch, Spenzer, Miederleibchen, Schürze, Leibkittel, Schultertuch) und der dazu getragene Schmuck (beispielsweise Haarpfeil und Haarkamm, Erbskette, Miederhaken und Miederstecker) vorgestellt.

Die variantenreichen Möglichkeiten der Miederverzierung ,,mit Gold-, Silber-, Perl und Schwarzstickerei sowie Stepplinienauszier und Klöppelhandarbeit" werden im anschließenden zweiten Kapitel aufgezeigt (S. 124ff.).

Von besonderem Reiz ist auch diesmal wieder das dritte Kapitel, das ausführliche Anleitungen zu Verzierungstechniken auf neu geschaffenen Miedern enthält (S. 204ff.). Schließlich handelt es sich hier wie schon das Vorwort betont, eben nicht nur um ein Bilder-, sondern auch um ein Werkbuch ,,mit genauen Anleitungen zum allfälligen Nacharbeiten und einer beeindruckenden Vielfalt an Mustern" (S. 9).

Ein ausführlicher Anhang mit Angaben zu weiterführender Literatur sowie einem Glossar, das - bei dieser komplexen Materie unerlässlich - die wichtigsten Fachbegriffe erläutert, rundet den 4oo Seiten starken Band ab.

Wie schon seine Vorgänger präsentiert sich dieser dritte Band der Reihe als umfangreiche Materialsammlung mit fachkundigen Beschreibungen und Einordnungen.
Die Autorin Franziska Rettenbacher, die unter anderem seit t982 als Trachtenberaterin des Bezirks Niederbayern tätig ist und seit 1987 das Heimatmuseum in Simbach am lnn leitet, schöpft aus einem schier unermesslichen, über Jahrzehnte hinweg erworbenen Wissens- und Materialschatz. Sie macht allerdings auch kein Hehl daraus, dass sie sich dem Gegenstand mehr als Praktikerin denn als Wissenschaftlerin nähert. Gleichwohl wird aus jeder Zeile ihr großes Wissen deutlich, wodurch sie das Beobachtete stets über das Handwerkliche hinaus stilgerecht einzuordnen weiß.
Natürlich würde sich der Theoretiker natürlich noch eine inhaltliche Zusammenschau wünschen. Eine solche bleibt die Autorin schuldig. Es ist die Aufgabe des Lesers die Fülle an Bildern und Beschreibungen im Kopf zusammenzusetzen. Doch auch hier wird wieder deutlich, dass das Buch eben nicht nur von einer Praktikerin geschrieben ist, sondern sich auch vorwiegend an den Praktiker wendet. Unersetzlich ist die Fülle an Anschauungsmaterial, das hier zusammengetragen wurde, für den Historiker ebenso wie für all diejenigen, die selbst eine Tracht fertigen und/oder tragen möchten.
Das Buch ist überdies eine schöne Erinnerung an den verstorbenen Mann der Autorin, Karl Rettenbacher. Er hat die Arbeit seiner Frau jahrzehntelang begleitet und auch zu diesem Band noch einen Großteil des Bildmaterials beigesteuert. Ihm ist die Reihe gewidmet. Wer Frau Rettenbacher kennt, weiß, dass dies mehr als nur eine Geste ist, nämlich ein wirkliches Herzensanliegen.
Dem Buch kann man nur viele Leserinnen und Leser wünschen - und den beschriebenen Sticktechniken viele, die sie anwenden."
Philipp Ortmeier in "Schönere Heimat" -Bayerischer Landesverein für Heimatpflege e.V., 103. Jahrgang 2014, Heft 2, S. 158-159
"Gut Ding will Weile haben! Nach achtjähriger Arbeit erschien jüngst der 400 Seiten dicke Band III zur Goldstickerei von Franziska Rettenbacher. Hatten sich die Bände I und II den verschiedenen Arten der weiblichen Kopfbedeckung gewidmet, befasst sich der aktuelle folgerichtig mit der zur Riegelhaube gehörigen Miedertracht. Er präsentiert sich dabei als umfangreiche Materialsammlung mit fachkundigen Beschreibungen und Einordnungen.
Neben der historischen Entwicklung von der Schnürbrust bis zum Steppmieder werden auch die zugehörigen Kleidungsstücke und der dazu getragene Schmuck dargestellt. Ausserdem werden, ganz im Sinne eines Werkbuchs, ausführliche Anleitungen zu Verzierungstechniken auf neugeschaffenen Miedern gegeben. Die Autorin Franziska Rettenbacher, die u.a. seit 1982 als Trachtenberaterin des Bezirks Niederbayern tätig ist und seit 1987 das Heimatmuseum in Simbach am Inn leitet, schöpfte dabei aus ihrem schier unermesslichen, über Jahrzehnte hinweg erworbenen Wissens- und Materialschatz.
Dem Buch kann man nur eine reiche Leserschaft wünschen - und den beschriebenen Sticktechniken viele NachahmerInnen."
Philipp Ortmeier in der Zeitschrift "zwiefach", Ausgabe 5.2014 (September Oktober 2014)
"Franziska Rettenbacher gibt seit 50 Jahren Kurse und Seminare für Gold- und Perlstickerei. Ihr Wissen rund um die Anfertigung von Goldhauben sowie Riegelhauben, Kranl, Schmuck und Taschen hat sie bereits in zwei Büchern veröffentlicht, jetzt hat sie den dritten Band herausgegeben, in dem es um bestickte und verzierte Mieder geht. Wie bei den ersten beiden Bänden steht auch beim dritten Bilder- und Werkbuch der Serie das „Machen“ im Mittelpunkt.
Rund 270 Abbildungen zeigen zahlreiche historische und neu geschaffene Mieder und damit im Detail die notwendigen Muster für das Verzieren und Ausschmücken von Miederzuschnitten aller Art. Der Text beschreibt alle Stick- und Handarbeitstechniken und gibt die verwendeten Materialen an. Damit hat eine geübte Handarbeiterin eine Anleitung, Mieder, aber auch andere Gewandstücke selbst zu verzieren. Wer sich solche Prachtstücke selbst anzufertigen nicht zutraut, findet in dem Buch einen beeindruckenden Streifzug durch die Mieder-Geschichte und Mieder-Vielfalt. Die vielen Fotos zeigen die Pracht der Tracht und lassen den Wunsch entstehen, einen Goldstickkurs mitzumachen.(..)
Mitautoren des Buchs sind Karl Rettenbacher und Georg R. Rettenbacher. Karl Rettenbacher dokumentierte sein Leben lang die Arbeiten und Ausstellungsstücke seiner Frau. Außerdem unterstützte er sie bei der Organisation und Durchführung aller Veranstaltungen. Dadurch wurde er selbst zu einem guten Gold-, Silber- und Perlensticker. Sohn Georg R. Rettenbacher ist sozusagen der „Buchmacher“ in der Familie und hat die drei Bände verlegt."
Anna Knon in "Bayerisches Landwirtschaftliches Wochenblatt", Ausabe Nr. 40 vom 03.10.2014, S. 61